In den USA Lehrstoff für angehende Politiker, in Zürich Stoff zum Lachen: «Der Streik»

Ayn Rand – Kennenlernen mit Lust!

In den USA Lehrstoff für angehende Politiker, in Zürich Stoff zum Lachen: «Der Streik»

«Die USA und Israel verstehen: Die ‹Philosophin› Ayn Rand lesen!» Unter dieser Headline hat Infosperber im Juli 2018 die in Europa fast unbekannte US-Bestseller-Autorin Ayn Rand ein bisschen näher beleuchtet und auf ihren grossen Einfluss auf die US-amerikanische Politik hingewiesen. Statt ihren 1259-Seiten-Roman (deutsche Ausgabe) «Der Streik» zu lesen, gibt es jetzt in Zürich eine lustvollere Art, ihre Verherrlichung des Egoismus kennen zu lernen. Das Schauspielhaus zeigt in der Schiffbauhalle ein Musical mit genau dem «Streik» im Namen und zum Thema – aber als vergnügliche Satire. Eine kleine Vorschau gab auch das «Echo der Zeit».

Zu den Aufführungsdaten des lustvollen Spiels siehe hier.

2 Meinungen

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    am 5.Feb.2020 um 4:34 pm
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    Soeben habe ich diesen Artikel gelesen und musste an Ayn Rand und ihre Thesen denken. Einerseits kann man sagen, dass Rand wiederlegt wurde und der Mensch wohl unmöglich glücklich sein kann in einer egoistischen Gesellschaft. Andererseits muss man erkennen, welch Schrecken der Kapitalismus über die Menschen gebracht hat und das diese, dank der negativen Rückkopplung vom Oxytocin, eventuell lange anhalten wird.

    https://multipolar-magazin.de/artikel/das-soziale-gehirn

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    am 3.Feb.2020 um 6:45 pm
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    Ich habe mir grosse Mühe gegeben. das Buch «der Streik» zu lesen. Aber nach ca. einem Drittle wurde es mir wirklich zu blöd. Jede Figur ist ein Stereotyp und wieso Taugenichts, die auf Kosten anderer sehr gut leben und zum Schein ein wenig Spendengallas machen, die «Mitfühlenden» sein sollen, versteht wohl auch nur Ayn Rand. Evt. sollte ich mich aber mal zusammenreissen und die ca 700 weiteren Seiten lesen um besser zu verstehen. Ich hoffe, dass das Banale dann irgendwann aufhört.

    Eins wurde aber klar ersichtlich: Ayn Rand hat keine Ahnung was der Kapitalismus ist. Sie glaubt tatsächlich die Propaganda. Nämlich, dass der Kapitalismus die freie Marktwirtschaft sei bei der jeder seines eigenen Glückes Schmid sei. Allein dieser Irrtum von ihr macht es so schwierig das Buch als Streitschrift für den Kapitalismus ernst zu nehmen. Denn mit dem Kapitalismus hat es gar nichts zu tun, sondern einzig mit dem Fantasieprodukt «Freier Markt». Als Propagandawerkzeug ist es aber sicher sehr gut geeignet.

    Es ist gerade zu zynisch, dass Ayn Rand den Kapitalismus als ein Prinzip von Freier Marktwirtschaft ohne Staat versteht, obwohl es genau die militärisch hochgerüsteten Staaten UK und USA waren die den Kapitalismus mit Staatsgeldern und Staatsarmeen global gewalttätig durchgeboxt haben. Auch ethnologisch/historisch gesehen kann man klar festhalten: Ohne Staat kein Markt.

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