Infosperber ist beim neuen Verlegerverband dabei

Ein neuer «Verband Medien mit Zukunft» ist am 7. August gegründet worden. Er vereinigt unabhängige journalistische Plattformen.

Der Verband ist der Zusammenschluss von journalistischen Herausgebern, Verlegern und Publizisten.
Der neue «Verband Medien mit Zukunft» hat folgende Ziele:

  • unabhängigen Journalismus fördern;
  • neue unabhängige Medienmarken in der Schweiz aufbauen;
  • die Interessen journalistischer Organisationen vertreten;
  • den Journalismus in die medienpolitische Debatte einbringen;
  • eine offene publizistische, technische Infrastruktur aufbauen;
  • neue Verbreitungsformen und Vermarktungsformate entwickeln;
  • die Medienkompetenz in der Schweiz fördern.

Die Gründungsmitglieder:
Deutsche Schweiz:
Zentralplus (MMV online AG)
WOZ (Genossenschaft infolink)
We.publish (Genossenschaft in Gründung)
Tsüri (Tsüri AG)
Tageswoche (Neue Medien Basel AG)
Saiten, Ostschweizer Kulturmagazin (Verein)
Republik (Republik AG)
Monde Diplomatique deutsch (WOZ Internationale Medienerzeugnisse AG)
Infosperber (Stiftung SSUI)
impressum (Berufsverband von Medienschaffenden)
Französische und italienische Schweiz:
Sept.ch (Sept.ch SA)
Medias pour tous / Medien für alle
ForTI (Media Forti)
Culture en jeu (Association)
Bon pour la tête (Association Bon pour la tête)
Weitere journalistische Medien können dem Verband beitreten.
Einige konkrete Anliegen
Heute fördert der Bund finanziell fast nur grosse Verlage, die ihren Zeitungen sowie ihren privaten Radio- und TV-Stationen keine genügende journalistische Unabhängigkeit mehr gewähren, sondern vorwiegend kommerziell ausgerichtet sind. Hauptgrund ist der Einbruch des Inseratengeschäfts. Künftig sollten Medien gefördert werden, welche zur Medienvielfalt beitragen und ihre Rolle in unserer direkten Demokratie wahrnehmen.
Alle Internet-Zeitungen brauchen eine vergleichbare technische Infrastruktur. Eine solche könnte der Bund zur Verfügung stellen, wie er für Autos Strassen baut.
Pro Litteris vergütet Urheberrechte nur an Verlage und Autorinnen und Autoren von gedruckten Artikeln. Herausgeber und Autorinnen und Autoren von Internet-Zeitungen gehen – im Gegensatz etwa zu Deutschland – in der Schweiz immer noch leer aus. Das muss sich ändern.

Zum Infosperber-Dossier:

Medien: Trends und Abhängigkeiten

Konzerne und Milliardäre mischen immer mehr mit. – Die Rolle, die Facebook, Twitter, Google+ spielen können

2 Meinungen

  • Avatar
    am 11.Aug.2017 um 7:48 am
    Permalink

    Finde ich sehr gut, dass da etwas entsteht.

    Die WOZ lese ich etwas weniger, seit dort solche, wie ich finde, sehr enttäuschende und voreingenommene Artikel wie dieser hier erscheinen:

    https://www.woz.ch/-768a

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  • Avatar
    am 8.Aug.2017 um 3:06 pm
    Permalink

    Grüezi
    grundsätzlich finde ich, dass Infosperber eine sehr gute Sache ist und unbedingt weiter wirken soll. Anderseits habe ich dem Herrn Urs Gasche ein meiner Meinung nach hoch aktuelles Projekt geschickt (MiN), welches er mit ähnlichen Worten, wie Bundesrat Didie Burkhalter, beiseite geschoben hat. Vielleicht wollen Sie dieses visionäre Unterfangen etwas genauer unter die Lupe nehmen.
    Zum anderen habe ich eine Frage: Momentan bin ich in der Schlussphase eines belletristischen Buches und wüsste gerne, ob Sie auch Bücher verlegen?
    MIt den besten Grüssen
    René Krebs
    Niederweningen

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