Die Erfolgsrate bei Reagenzglas-Zeugungen stagniert

Nach einer Zeugung im Reagenzglas bekommen nur wenige Frauen ein lebendes Kind. Die Erfolgsrate stagniert seit Jahren.

Dies geht aus Zahlen des Schweizer Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. Danach lag im Jahr 2016 die «Entbindungserfolgsquote» pro Behandlungszyklus nur bei 17 Prozent.

Magere Erfolgsquote
Eine Zeugung im Reagenzglas (In-Vitro-Fertilisation, IVF) endete also nur bei jedem sechsten Behandlungszyklus mit der Geburt eines Kindes. Diese Erfolgsrate stagniert seit zehn Jahren bei unter 20 Prozent. Ein kleiner Fortschritt ist einzig bei der Behandlung mit gefrorenen Eizellen erkennbar. Hier erhöhte sich die Entbindungserfolgsquote pro Behandlungszyklus von 12 Prozent im Jahr 2006 auf fast 17 Prozent im Jahr 2016.

Kein lebendes Kind
Ein Behandlungszyklus beginnt mit einer hormonellen Stimulation der Eierstöcke. Danach werden Eizellen entnommen, im Reagenzglas befruchtet und der Embryo in die Gebärmutter transferiert. Nur wenige Frauen bringen danach ein lebendes Kind zur Welt. Die Mehrheit der behandelten Frauen geht leer aus, auch wenn sie mehrere Behandlungszyklen über sich ergehen lassen. Dafür nehmen Frauen viel in Kauf.

Risikoreiche Behandlung
Die hormonelle Stimulation und die Entnahme von Eizellen sind ein invasiver Eingriff in den Körper, der mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Die Eierstöcke müssen mit Hormonen stimuliert werden, damit möglichst viele Eizellen reifen und entnommen werden können. Bekannte Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Blutungen, Stimmungsschwankungen, Unterleibs- und Kopfschmerzen und Thrombosen. Die Hyperstimulation steht zudem im Verdacht, Eierstock- und Gebärmutterkrebs zu fördern. Die Entnahme der Eizellen mittels einer Punktion erfordert Beruhigungsmittel oder eine lokale Narkose. Dabei kann es zu Blutungen und Infektionen kommen. Wenn der Eileiter verletzt wird, droht Unfruchtbarkeit.
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Zum Infosperber-Dossier:

Befruchtung im Reagenzglas

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