Bisher geheime Dokumente zur HPV-Impfung veröffentlicht

Eine angesehene Forschungsinstitution hatte die HPV-Impfung weissgewaschen. Doch die Waschmethoden waren alles andere als sauber.

Die als unabhängig geltende «Cochrane Collaboration», die Ärzte und Forscher aus mehr als 130 Ländern vereinigt und sich der evidenzbasierten Medizin EBM verschreibt, schloss den dänischen Mediziner Professor Peter C. Gøtzsche Ende September von der Cochrane-Dachorganisation aus. Gøtzsche hatte eine Meta-Studie von Cochrane im «British Medical Journal», welche zum Schluss kam, dass die HPV-Impfung «mit hoher Sicherheit» spätere Erkrankungen am Gebärmutterhalskrebs vermeidet, kritisiert.

Jetzt erhält Gøtzsches Kritik Bestätigung von drei Westschweizer Autorinnen und Autoren, die im «BMJ Evidence-Based Medicine» bisher unveröffentlichte Dokumente der US-Zulassungsbehörde FDA auswerteten und die Quellen auf der Open-Source-Plattform Zenodo.org veröffentlichten.
Dank des US-Öffentlichkeitsgesetzes («Freedom of Information Act») kamen die beiden auf HPV-Impfungen spezialisierten Westschweizer Journalistinnen Catherine Riva und Serena Tinari sowie der Lausanner Arzt Jean-Pierre Spinosa in den Besitz von zwei bisher unveröffentlichten Dokumenten der US-Zulassungsstelle FDA:

  1. «Statistical Data Analysis Plan» DAP, Version 2003
  2. «Statistical Data Analysis Plan» DAP, revidierte Version 2005

Mitte Dezember veröffentlichten sie eine Chronologie und ihre Schlussfolgerungen: Die Cochrane-Meta-Studie sei ungenügend konzipiert gewesen, nachträgliche Analysen fälschlicherweise als Doppelblindstudie dargestellt und unpublizierte Daten nicht berücksichtigt worden. Schliesslich hätten einige Autoren ihre Interessenkonflikte nicht deklariert.

Interessenkonflikt bei der Cochrane Collaboration

  1. Schon lange finanziert und fördert die «Bill and Melinda Gates Foundation» HPV-Impfungen zum Vermeiden von Gebärmutterhalskrebs. Dieser ist vor allem in Entwicklungsländern verbreitet. Schon vor fast zwanzig Jahren hatte die Stiftung 50 Millionen Dollar zugesagt zugunsten von HPV-Impfungen in Afrika, Indien und Ländern in Asien.
  2. Im September 2016 nahm Cochrane eine Spende der «Bill and Melinda Gates Foundation» in Höhe von 1,15 Millionen Dollar entgegen, um insbesondere Daten für die Gesundheit von Kindern und Müttern zu erarbeiten.

Gøtzsches Kritik an der Cochrane-Meta-Studie
Gøtzsche und seine Kollegen hatten im Juli an der im BMJ folgende Kritik veröffentlicht:

  • Etliche Autoren der Cochrane-Übersicht haben Interessenkonflikte, die nicht alle offengelegt sind. Sie arbeiten für Institutionen, welche Geld von den Impfstoffherstellern erhalten. Die Interessenkonflikte des führenden Autors der Übersichtstudie würden neu geprüft, sagt Cochrane.
  • Die Cochrane-Übersicht hat fast die Hälfte aller relevanten Studien unberücksichtigt gelassen.
  • Anstatt nur 26 Studien mit 73’428 Frauen zu analysieren, hätten sie 42 Studien mit 121’704 Frauen berücksichtigen müssen.
  • Die von Cochrane berücksichtigten Studien vergleichen HPV-geimpfte Frauen nicht mit Placebo, sondern mit andern Impfungen oder Wirkungsverstärkern. Mit Placebo-Vergleichen wären Nebenwirkungen besser zu erkennen.
  • Selbst unter den 26 von Cochrane berücksichtigten Studien erkrankten geimpfte Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Doch Cochrane erwähnt diese Fälle nicht.
  • Fast alle berücksichtigten Studien betrafen Frauen im Alter von unter 30 Jahren, welche regelmässig einen Pap-Test machen. Es bleibt deshalb offen, ob die Impfungen oder die Behandlungen nach verdächtigem Pap-Test zu weniger Krebserkrankungen führten.
  • Cochrane kam zum Schluss, dass es bei den Geimpften «mit hoher Sicherheit» nicht zu mehr schweren Nebenwirkungen kam als bei den Kontrollgruppen. Doch Cochrane erfasste zum Teil nur die schweren Nebenwirkungen, die innerhalb von 14 Tagen nach der Impfung auftraten. Cochrane ignorierte schwere Nebenwirkungen, die in einigen Studien erst bis zu vier Jahren nach der Impfung festgestellt wurden.
  • Die Cochrane-Autoren übergingen eine Studie von 2017, welche schwere Nervenkrankheiten wie POTS oder CRPS auf die Impfung zurückführte.
  • Die Todesfälle, zu denen die HPV-Impfung möglicherweise beigetragen hat, erfasste Cochrane ungenügend. Bis Ende Mai 2018 erfasste die Statistik der WHO 499 Todesfälle, die wahrscheinlich auf die Impfung zurückzuführen sind.

Zur Originalkritik von Gøtzsche und Kollegen im British Medical Journal BMJ vom 27. Juli 2018
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Infosperber-DOSSIER: «Umstrittene HPV-Impfung»
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Eine Meinung zu

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    am 25.Feb.2019 um 4:22 pm
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    "Man sollte die Buben zum Waschen schicken». Auf diese volkstümliche Art formulierte es ein angesehener Hausarzt schon vor längerer Zeit. Es ist schon lange bekannt, dass HPV von unhygienischem Geschlechtsverkehr kommt. Die Überträge sind die «Buben». Wasser und Seife wären eigentlich leicht verfügbar und billig. Aber verdienen tut man mit der Impfung. Darum werden die Nebenwirkungen verschwiegen, unter den Tisch gekehrt.

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