Niedrigdosierte Verhütungspillen mit gleichem Brustkrebsrisiko

Pro 100’000 Frauen, die hormonell verhüten, erkranken jedes Jahr 13 Frauen mehr an Brustkrebs als ohne diese Verhütung.

Ob niedrigdosierte Pillen der neueren Art mit Progestin oder höher dosierte, die früher verbreitet waren, spielt keine Rolle: Es bleibt das gleiche erhöhte Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.
Das beweist eine neue dänische Studie, welche das Auftreten von Brustkrebs bei 1,8 Millionen Frauen während mehr als einem Jahrzehnt statistisch analysierte.

Die Studie hat das «New England Journal of Medicine» im Dezember 2017 veröffentlicht. Grosse Schweizer Zeitungen haben bisher nicht oder höchstens mit einer kleinen Meldung darüber informiert.

Professor und Epidemiologe David J. Hunter von der Universität Oxford kommentierte im «New England Journal of Medicine»: «Man hoffte, dass die schwächer dosierten Pillen der neuen Generationen weniger Risiken mit sich bringen. Jetzt zeigt die erste Studie mit harten Daten, das dies nicht der Fall ist.»
Die Onkologin Marisa Weiss, die an der Studie nicht beteiligt war, erklärt ebenfalls, man habe offensichtlich fälschlicherweise vermutet, dass die schwächer dosierten Pillen der neueren Generation ein kleineres Risiko für Brustkrebs zur Folge hätten. «Doch das Risiko ist das gleiche wie bei höher dosierten Pillen. Marisa Weiss ist Gründerin der Webseite breastcancer.org
Selbst kleine erhöhte Risiken – wie hier 13 zusätzliche Brustkrebserkrankungen jährlich pro 100’000 Frauen – führen zu einer erheblichen Zahl von Betroffenen, wenn Millionen von Frauen hormonell verhüten.
Nicht-hormonelle Verhütung

Je älter die Frauen sind, welche hormonell verhüten, desto grösser wird ihr zusätzliches Brustkrebsrisiko. Deshalb empfiehlet Marisa Weiss besonders den älteren Frauen eine Verhütung mit Diaphragmen, nicht-hormonellen Spiralen, Kondomen, und andern hormonfreien Methoden.

Nicht empfohlen wird allerdings den Frauen, auf eine wirksame Verhütung zu verzichten. Die Folge von mehr ungewollten Schwangerschaften wären vermehrte Abtreibungen in Verbindung mit Thrombose- und andern Risiken, die schwerer ins Gewicht fallen als die Risiken hormoneller Verhütung.
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Zum Infosperber-Dossier:

Neue Verhütungspillen

Die Pille kann die Lust schmälern und belastet Abwässer. Ein Thrombose-Risiko gibt es bei neusten Pillen.

Eine Meinung zu

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    am 3.Apr.2018 um 12:02 pm
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    Ich traue keiner Pille.
    Die Fragen bleiben natürlich offen: Was sind die Ursachen für Brustkrebs – für Krebs generell? Sas bewirkt ein Zellplus oder ein Zellminus? Kann es sein, dass ein Sinn darin liegt – und es dabei noch viel zu entdecken gibt? Ohne Ängste zu schüren und Profit zu schlagen? und ohne Tier- oder Menschenversuche!

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