Nachdem Martin Alioth schon 2015 von der NZZ entlassen wurde, ist er jetzt auch bei der NZZ am Sonntag out.

Danke, Martin Alioth!

Nachdem Martin Alioth schon 2015 von der NZZ entlassen wurde, ist er jetzt auch bei der NZZ am Sonntag out.

Wer regelmässig am Radio das «Echo der Zeit» hört, weiss es: Martin Alioth, der aus Dublin über Grossbritannien und Irland berichtet, ist als Korrespondent ein Top-Mann: äusserst belesen, ein scharfsichtiger Beobachter, sprachlich präzis und ohne alle unnötigen Kapriolen, und trotzdem nicht selten mit einer Prise Humor. Solche Leute brauchen wir, wenn wir verstehen wollen, was sich da alles auf diesem Globus abspielt. Martin Alioth würden wir auch zuhören wollen, wenn er über Kirgistan berichten würde, oder über ein anderes Land, das nicht gerade im Brennpunkt unseres Interesses liegt. Einfach weil es ein Vergnügen ist, ihm zuzuhören.

Wie so oft bei Ausland-Korrespondenten: Sie können nicht allein von einem Medium leben. Alioth schrieb auch für die NZZ, und dies seit 1984. Doch im Herbst 2015 wurde ihm gekündigt. Aus Spargründen, wie es damals hiess. Geblieben war ihm noch die NZZ am Sonntag. Doch auch dies ist nun vorbei. Auch in der NZZ am Sonntag kann man Alioth seit Anfang Dezember 2018 nicht mehr lesen. Wer als Leser oder Leserin ein Dankeschön für 30 Jahre Zusammenarbeit im Blatt erwartete, suchte danach allerdings vergeblich.

«Meine Arbeit für SRF ist von alledem nicht betroffen. Sie bleibt anspruchsvoll und macht grossen Spass. Daneben bin ich noch regelmässig, aber freiberuflich, für den Deutschlandfunk und den ORF tätig.» So liess sich gestern Martin Alioth im Branchen-Newsletter KleinReport zitieren.

Wir als regelmässige Hörer des «Echos der Zeit» (jeweils um 18 Uhr auf Radio SRF 1 und um 19 Uhr auf SRF 2) sagen bei dieser Gelegenheit herzlich Danke. Wir können uns einen besseren Berichterstatter über das Vereinigte Königreich und Irland kaum vorstellen.

Und jetzt auf drei Schweizer Bühnen

Wer Martin Alioth auch einmal live erleben möchte, hat jetzt Gelegenheit. Mit seiner Frau Dorothy hat er nämlich für die irische Gruppe «4 in a Bar» eine kleine Schweizer Tournee organisiert: «Stimmen aus Irland». Heute Freitag in Zürich, morgen Samstag in Basel und am Montag in Bern. Martin Alioth wird selber auf der Bühne stehen.

Für eine kleine Kostprobe der irischen Musikgruppe, hier anklicken.

4 Meinungen

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    am 21.Jan.2019 um 7:55 pm
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    Danke für diese Nachricht und danke an Martin Alioth für seine bisherige Arbeit.

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    am 21.Jan.2019 um 6:26 pm
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    Martin Alioth war für mich ein Leben lang die Klarheit + Korrektheit in Person. Danke.

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    am 20.Jan.2019 um 3:25 pm
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    Christian Müllers Würdigung von Ausnahme-Journalist Martin Alioth ist nichts beizufügen. Bleibt die Hoffnung, Alioths glasklar analysierende Stimme möge uns noch lange im «Echo der Zeit» erhalten bleiben!
    André Lambert, Baden.

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    am 19.Jan.2019 um 6:17 pm
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    Auch ich sage, Danke Mr. Alioth – für mich sind sie ein vorbildlicher Journalist! Ich höre auf SRF immer gerne ihre Einschätzungen.

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