Mit andern prominenten Schweizern polierte SBB-VR-Präsidentin Monika Ribar das Image des dubiosen Geschäftsmanns – gegen Honorar.

Jean-Claude Bastos in Angola verhaftet. Riskant für SBB-Ribar.

Mit andern prominenten Schweizern polierte SBB-VR-Präsidentin Monika Ribar das Image des dubiosen Geschäftsmanns – gegen Honorar.

«Ist Monika Ribar als SBB-Präsidentin erledigt?», fragt das Online-Portal «Inside Paradeplatz». Ribar hatte sich von Bastos als Verwaltungsrätin einer seiner Holdings einspannen lassen.
Neben Bastos kam am 24. September auch dessen Freund und langjähriger Weggefährte Filomeno dos Santos in Untersuchungshaft. Zenù, wie er genannt wird, ist der Sohn des Ex-Diktators von Angola Eduardo dos Santos.

Jean-Claude Bastos

«Nun stehen Ribar und [der Zuger Anwalt Martin] Neese im Verdacht, entweder sagenhaft blauäugig zu sein oder dann unendlich geldgierig – oder beides», meint «Inside Paradeplatz».

Monika Ribar
Ribar liess sich neben Marcel Rohner von der UBS, Ex-Justizministerin Ruth Metzler, Entwicklungshilfe-Chef Walter Fust, André Schneider vom Davoser Weltwirtschaftsforum sowie Kuoni-Chef Armin Meier als Aushängeschild in den Verwaltungsrat eines Bastos-Konglomerats wählen.

Armin Meier (ex Kuoni, GD MGB, Atraxis), Ruth Metzler (Ex Bundesrätin), Marcel Rohner (ex CEO UBS)
Ribar sass in einem Bastos-Gremium, das einen riesigen Schiffshafen in Angola plante, um das Land zu einer Wirtschaftskraft auf dem afrikanischen Kontinent zu machen.
Ob der Hafen jemals öffnet und wohin das viele Geld floss, werden Gerichte zu prüfen haben.

Bei ihrer Kandidatur für das SBB-Präsidium hatte Ribar ihr problematisches Bastos-Mandat nicht erwähnt. Sie habe es vergessen, behauptete sie später.
Das beschäftigte Bundesparlamentarier. Kürzlich rügte eine Parlamentskommission Ribar und den SBB-Verwaltungsrat. Dieser habe seine «Aufsichtspflicht schwer verletzt».

Als Medien über dubiose Geschäfte von Bastos berichteten, bekam Ribar kalte Füsse. Sie zog sich beim Hafenprojekt zurück und legte ihr Mandat als Verwaltungsrätin nieder.
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Über die dubiosen Geschäfte des schweizerisch-angolanischen Doppelbürgers Jean-Claude Bastos hat Infosperber regelmässig informiert.

Lesen Sie die Hintergründe im Infosperber-DOSSIER
«Die Geschäfte des Jean-Claude Bastos»

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Zum Infosperber-Dossier:

Die Geschäfte des Jean-Claude Bastos

«Paradise Papers» und neue Regierung in Angola brachten den Schweizer-Angolaner in Verruf.

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