Der Harvard-Ökonom Ricardo Hausmann empfiehlt eine militärische Intervention in Venezuela – à la D-Day!

Harvard-Professor plädiert für Krieg

Der Harvard-Ökonom Ricardo Hausmann empfiehlt eine militärische Intervention in Venezuela – à la D-Day!

Als ob wir nicht schon genug Krieg hätten: Der selber aus Venezuela stammende Ökonomie-Professor Ricardo Hausmann an der weltberühmten Privat-Universität Harvard in den USA und ehemaliges Mitglied im Entwicklungskomitee von Weltbank und IMF empfiehlt auf der von George Soros finanzierten Website «Project Syndicate» eine militärische Intervention in Venezuela. Die zunehmend schlechte Wirtschaftslage dort mit zunehmend vielen Hungernden legitimiere eine militärische Intervention der USA – zusammen mit anderen Ländern – auch ohne Mandat und damit Legitimation durch die UNO.

In seiner Argumentation sagt Ricardo Hausmann, ein Vergleich mit anderen, früheren Interventionen der USA in Lateinamerika hinke und sei jetzt fehl am Platz. Als positives Beispiel einer militärischen Intervention erwähnt er dagegen die militärische «Befreiung Europas» am Ende des Zweiten Weltkrieges durch «die Kanadier, die Australier, die Briten und die Amerikaner». Wörtlich: «This force would free Venezuela, in the same way Canadians, Australians, Brits and Americans liberated Europe in 1944-1945.» Und um die Provokation auf den Punkt zu bringen, setzt er über seinen Artikel die unmissverständliche Headline «D-Day Venezuela».

Im Kampf gegen Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg hatten diese vier am D-Day, der Landung in der Normandie, beteiligten Länder zusammen zwar 750’000 – meist militärische – Opfer zu beklagen. Dass aber an der Ostfront auch 27 Millionen Menschen aus der Sowjetunion für die «Befreiung Europas» ihr Leben hergeben mussten, darunter mehr als die Hälfte Zivilisten, und etliche andere Länder weitere Millionen, übersieht der Harvard-Professor grosszügig.

Ob sein eigener Vergleich mit anderen «Interventionen» da wirklich angemessen ist?

Harvard-Professor Ricardo Hausmann: Mit einem D-Day Venezuela befreien!

Zum ganzen (in englischer Sprache geschriebenen) Artikel von Ricardo Hausmann hier anklicken.

Der Artikel erschien auf «Project Syndicate» aber auch in spanischer Sprache: El día D para Venezuela.

Wer unter Google nach des Professors Artikel sucht, zum Beispiel mit den Stichwörtern «Ricardo Hausmann Intervention», findet dazu auch zahlreiche eingehende Kommentare in namhaften Publikationen, und dies nicht nur in Nord- und Südamerika. Im Schweizer Medienarchiv dagegen findet man dazu nichts. Empfehlungen für militärische Interventionen à la D-Day in anderen Ländern ohne UNO-Mandat, was ist das schon?

2 Meinungen

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    am 18.Jan.2018 um 1:17 am
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    Die weltberühmte Privat-Universität Harvard in den USA scheint offenkundig ein fruchtbarer Boden für Kriegstreiber zu sein. Ein gewisser George W. Bush, seines Zeichens 43. Präsident der USA und «Old Boy» von Harvard, hat sich als Anzettler des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs im Irak einschlägigen Ruhm verschafft. Ein weiterer prominenter Harvard-Alumnus, ein gewisser Henry Kissinger, trägt als nationaler Sicherheitsberater und Aussenminister der USA massgebliche Verantwortung für den vom CIA inszenierten Militärputsch 1973 in Chile und die darauf folgende, sechzehn Jahre dauernde blutige Diktatur des Generals Pinochet sowie für die völkerrechtswidrige Flächenbombardierung des neutralen Kambodschas 1969/1970 in der Endphase des Vietnamkriegs. – Hausmann, G. W. Bush, Kissinger, … drei Kriegsgurgeln aus Harvards heiligen Hallen !

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    am 16.Jan.2018 um 1:03 pm
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    Meine Überschrift für den Professor lautet: «Bildung» schützt vor Desinformation und Dummheit nicht – im Gegenteil.
    An der Harvard University wird offensichtlich nichts über die UNO-Charta und das Selbstbestimmungsrecht der Völker gelehrt. Dafür umso mehr über Neoliberalismus und etablierte NATO-Doktrin mit dem Ziel, alle Völker dieser Erde den aktuellen Gesetzen des Kapitals unterzuordnen, gefügig zu machen – oder zu zerstören.
    Als Aufrufer zu Gewalt gegen Staaten verletzt der Prof. die UNO-Charta Art. 2 (Gewaltverbot) und sollte juristisch zur Rechenschaft gezogen werden können.

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