Geheimdokumente zeigen, wie eine Regierung die Öffentlichkeit in wichtigen Fragen irreführt und anlügt.

Seltener Blick hinter die Kulissen

Geheimdokumente zeigen, wie eine Regierung die Öffentlichkeit in wichtigen Fragen irreführt und anlügt.

Informationen auch westlicher Regierungen, Behörden und Konzerne sind häufig so formuliert und selektiert, dass Bürgerinnen und Bürger höchstens ahnen können, was wirklich beabsichtigt ist und entschieden wird.
Ganz selten gelangen Originaldokumente an die Öffentlichkeit, wie etwa früher in den USA die «Pentagon Papers». Oder der ganze Briefwechsel des Pharmakonzerns Roche wegen Tamiflu mit der Weltgesundheitsorganisation, andern Institutionen und mit dem «British Medical Journal».
Solche Dokumente, welche das reale Verhalten von Regierungen, Behörden und Konzernen aufdecken, sind ideales Material für jeden Staatskunde- und Wirtschaftsunterricht.
Diesmal gelangten hoch geheime Dokumente der Regierungsarbeit in Australien an die Öffentlichkeit:

Die Dokumente waren mit «Top Secret» oder «For Australian Eyes only» gekennzeichnet und sollten mindestens zwei Jahrzehnte unter Verschluss bleiben. «Alles recht peinlich für die betroffenen Premierminister, Minister und Regierungsbeamte – aber sehr aufschlussreich für die Öffentlichkeit», berichtete die NZZ-Australienkorrespondentin Esther Blank am 2. Februar. Materiell geht es um den Umgang mit Flüchtlingen, den Umgang mit den Ureinwohnern oder um die Politik gegen Terroristen.
Die Redaktion des nationalen TV-Senders ABC, der in den Besitz der Dokumente gelangte, veröffentlichte nur solche, welche weder den Geheimdienst noch den Verteidigungsbereich betreffen.

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