Die Eröffnung der längsten Hängebrücke der Welt bei Zermatt war sogar auf BBC ein grosses Thema – mit Video!

Ja, baut endlich Brücken! Brücken!

Die Eröffnung der längsten Hängebrücke der Welt bei Zermatt war sogar auf BBC ein grosses Thema – mit Video!

Man hat es am Samstag lesen, hören und sehen können: Zwischen Zermatt und Grächen wurde die längste Fussgänger-Hängebrücke der Welt eingeweiht: 494 Meter lang ist sie und bis 90 Meter über dem Boden. Ein tatsächlich eindrückliches Bauwerk!

Verständlich, dass sich die Schweizer Medien um das Thema gerissen haben. Die NZZ etwa brachte auf NZZ online nicht nur einen Artikel mit einem SRF-Video, sie stellte auch eine beeindruckende Bildstrecke ins Netz.

Aber auch das Ausland hat davon Notiz genommen, vor allem die Briten: Sie waren es ja, die mit der Erstbesteigung des Matterhorns durch Sir Edwarth Whymper am 14. Juli 1865, vor 152 Jahren, den Startschuss zum Tourismus rings um das Matterhorn und speziell in Zermatt gegeben haben. Auch BBC London stellte einen informativen Artikel mit einem Video auf ihre Website.

Die Schweizer und Schweizerinnen dürfen auf die Kunst des Hängebrückenbaus durchaus ein wenig stolz sein – allerdings nicht in erster Linie wegen dieser Weltrekord-Brücke bei Zermatt. Es gibt vor allem auch den «Toni el Pontere», bekannt auch als «Toni el Suizo», der seit vielen Jahren vor allem in Lateinamerika, seit einiger Zeit aber auch in Südasien, Hängebrücken baut und damit der einheimischen Bevölkerung in schwerzugänglichen Gebieten das harte Leben erleichtern hilft. Mittlerweile sind es über 700 Brücken, die er aus abmontierten Seilen von Schweizer Schwebebahnen und mit grossem Einsatz und harter körperlicher Arbeit der jeweiligen lokalen Bevölkerung auf beiden Seiten der zu überbrückenden Schluchten – und ohne jede Unterstützung von kommerziellen Baufirmen – erstellt hat! Toni Rüttimann ist nicht nur ein mehrsprachiger und genialer Brückenbau-Ingenieur, er ist mit seinem persönlichen Einsatz auch zu einem wirksamen und unbestritten sinnvollen Entwicklungshelfer geworden – und trotz allem bescheiden geblieben: ein Brückenbauer in jedem Sinn des Wortes! So ein Typ müsste Kandidat für den Nobel-Friedenspreis werden, nicht Interessen-geleitete Politiker wie Jassir Arafat, Al Gore oder Barack Obama. Die Welt braucht Brückenbauer! Brückenbauer in jedem Sinn des Wortes!

Aber wer kennt in der Schweiz schon Toni el Suizo?

(Ein kleiner Trost: Toni el Pontere geniesst wenigstens im Ausland einen sehr guten Ruf. Infosperber hat über eine Veranstaltung mit «Toni il Pontiere» in Arese nördlich von Milano berichtet – dort flogen ihm sichtbar alle Herzen zu.)

Eine Meinung zu

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    am 2.Aug.2017 um 4:47 pm
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    Leise und beharrlich realisiert Toni el Suizo «Unmögliches», in abgelegenen Gebieten, quer durch die politische Landschaft, ohne grosse Publizität. Immer wieder kommt er zu Vorträgen in die Schweiz. Wer ihn kennen gelernt hat, kommt wieder! Seine «Brückenbauer – Geschichten finden sich im Internet, ein Rezept gegen Bedrückung durch die üblichen Tagesnachrichten! Man kann die Geschichten abonnieren: toni.ruettimann@ti-edu.ch. Jacques Schiltknecht

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