Der US-Wissenschaftler Nouriel Roubini prognostiziert die nächste weltweite Rezession bereits für das Jahr 2020.

Die nächste Finanzkrise schon 2020?

Der US-Wissenschaftler Nouriel Roubini prognostiziert die nächste weltweite Rezession bereits für das Jahr 2020.

Nouriel Roubini, einer der ganz wenigen, die die Finanzkrise von 2008/09 vorausgesagt hatten, ist erneut skeptisch. Er und der Finanz-Risiko-Forscher Brunello Rosa halten den Absturz der Finanzwirtschaft verbunden mit einer schweren Rezession bereits im Jahr 2020 für möglich oder gar wahrscheinlich – abhängig noch von der innenpolitischen Entwicklung in den USA und von Entscheidungen der Fed. Das sagen Roubini und Rosa nicht nur pauschal, sie nennen dafür zehn konkrete Ursachen.

Ein Beispiel daraus: «Viertens wird die weitere US-Politik zu zusätzlichem Stagflationsdruck führen, was die Fed veranlassen dürfte, die Zinsen noch weiter anzuheben. Die Regierung beschränkt ausländische Investitionen im Inland und inländische Investitionen im Ausland, was die Lieferketten in Mitleidenschaft ziehen wird. Sie beschränkt die Einwanderung, die erforderlich ist, um angesichts einer alternden US-Bevölkerung das Wachstum aufrechtzuerhalten. Sie schreckt vor Investitionen in eine umweltfreundliche Wirtschaft ab. Und sie hat keine Infrastrukturpolitik, um angebotsseitige Engpässe anzugehen.»

Die Warnung der beiden Wissenschaftler ist auf Project-Syndicate.org in mehreren Sprachen nachlesbar. Zur deutschen Version mit allen zehn genannten Ursachen einer baldigen – und deutlich schwereren! – Finanzkrise: hier anklicken.

  • Siehe dazu den gestrigen Artikel von Prof. Marc Chesney von der Universität Zürich auf Infosperber, hier anklicken.
  • Zum Infosperber-Dossier:

    Die Euro- und Währungskrise

    Noch mehr Geldspritzen und Schulden bringen die Wirtschaft nicht mehr zum Wachsen. Sie führen zum Kollaps.

    Die Macht der Grossbanken

    Statt Konkurs zu gehen, erhalten sie Staatshilfe. Sie finanzieren Parteien und geben die Schuld der Politik.

    Eine Meinung zu

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      am 17.Sep.2018 um 12:43 pm
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      Wir haben bereits abgestimmt, 4x Nein zu den protektionistischen und konsumentenfeindlichen Agrar-Initiativen, welche internationale Abkommen gefährden und damit der Schweizer Exportwirtschaft schaden. Dass ausgerechnet SP und Grüne dafür sind, ist der Gipfel der Ironie. Mit Bauernromantik aus Gotthelfs Zeiten löst man keine Probleme im 21. Jh.

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