Zum ersten Mal darf ein Konzern keine Vertreter mehr in die Parlamentsgebäude in Brüssel und Strassburg senden.

Das EU-Parlament schliesst Monsanto-Lobbyisten aus

Zum ersten Mal darf ein Konzern keine Vertreter mehr in die Parlamentsgebäude in Brüssel und Strassburg senden.

Der Agrarkonzern Monsanto will sich am 11. Oktober dem Hearing des Europäischen Parlaments nicht stellen. Das Parlament möchte herausfinden, ob Monsanto Studien zur Sicherheit von Glyphosat zu seinen Gunsten beeinflusst hat.
Wegen dieser Weigerung hat das EU-Parlament beschlossen, Lobbyisten und andern Vertretern des Saatgutkonzerns die Zugangsausweise zu entziehen. Das teilte Sven Giegold mit, EU-Abgeordneter des Bündnis 90/Die Grünen, wie die «Zeit» berichtete. Vertreter von Monsanto dürfen die Parlamentsgebäude in Brüssel und Strassburg nicht mehr betreten, um dort Abgeordnete zu treffen oder Sitzungen beizuwohnen.
Die Zulassung für den Verkauf von Glyphosat innerhalb der EU läuft Ende dieses Jahres aus. Es ist noch unklar, ob die EU diese verlängern wird.
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Konsultieren Sie das Infosperber-DOSSIER:

Zum Infosperber-Dossier:

Der Unkraut-Killer Glyphosat

Das in Landwirtschaft (mit «Roundup-Ready»-Saatgut) und Hobbygärten versprühte Herbizid ist in der Kritik.

Die Institutionen der EU

Der Ministerrat entscheidet, die Kommission führt aus und das Parlament sagt ja oder nein.

Eine Meinung zu

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    am 9.Okt.2017 um 3:03 pm
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    Und wann wird in der Schweiz diesen unsäglichen Schönrednern und Einflüstern der Zugang zum Parlament untersagt? Aber eben ein bekannter Bundesrat der FDP sieht nie Handlungsbedarf.

    0

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