Hausbesitzer dürfen ihren Solarstrom nicht nutzen

Stromkonzern in Florida hat für ein Gesetz gesorgt, das Hausbesitzern bei Stromausfall nach Hurrikan die Eigenproduktion verbietet.

Unglaublich aber wahr: Mehrere Millionen Einwohner von Florida waren nach der Verwüstung durch den Hurrikan Irma ohne Strom. Doch die vielen Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer mit Solarzellen auf dem Dach durften ihre Stromanlage nicht selber brauchen.
Um möglichst keine Kundinnen und Kunden ganz zu verlieren, hatten die Stromkonzerne im Parlament Floridas mit Erfolg für ein Gesetz lobbyiert, das allen Besitzern vorschreibt, ihre Solaranlagen ans lokale Stromnetz anzuschliessen. Unter dem Vorwand, der Betrieb von privaten Solaranlagen könnte Arbeiter gefährden, welche Stromleitungen reparieren, haben es die «Florida Power and Light Company» und die «NextEra Energy» den Hausbesitzern ohne eigene Batterien vorgeschrieben, ihre Solaranlagen bei Stromausfall abzustellen. Die meisten besitzen keine Batterien, weil sie verpflichtet sind, am lokalen Stromnetz angeschlossen zu sein. Das berichtet die «Miami New Times».
In Häusern mit Solarstrom-Anlagen ist zwar ein Schalter installiert, mit dem sich die Häuser vom lokalen Stromnetz trennen können. Doch Zugang zu diesen Schaltern hat einzig der das Stromunternehmen und dieses kann unabhängig entscheiden, ob es die Schalter umstellt.

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